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  Essen gegen den Welthunger  
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Demo gegen den Welthunger durch Fleischkonsum

Essen für Alle statt Luxus für Reiche!

Das Welthungerproblem ist vielschichtig: Spekulanten, die mit steigenden Lebensmittelpreisen Gewinne machen, Agrarexportsubventionen, Biosprit aus Lebensmittelressourcen, eine verfehlte Politik der Weltbank oder die Gier mächtiger Saatguthersteller. Diese Problematiken bedürfen sofortiger politischer Handlungen auch in Deutschland. Zeitgleich muss das Grundproblem der Lebensmittelverschwendung behoben werden: Je mehr Fleisch die Menschen verzehren, desto mehr Getreide braucht die Welt, um alle satt zu kriegen und desto weniger können sich die Armen dieser Welt das Grundnahrungsmittel Getreide leisten. Für eine Beendigung des Welthungers ist daher eine Änderung unserer eigenen Ernährungsstrategie unabdingliche Vorraussetzung. Deshalb steht der Fleischkonsum, neben den anderen Themen, im Fokus der Welthungerdemo. Bereits zwei Welthungerdemos in Köln und Nürnberg fanden statt.

Derzeit leiden 840 Millionen Menschen  Hunger - jede Minute sterben weltweit elf Kinder an Unterernährung: Der Verbrauch an Getreide ist so dramatisch angestiegen, dass die Getreidevorräte den tiefsten Stand seit 1982 erreicht haben. Die Regenwälder brennen, um auf den freiwerdenden Flächen Getreide anbauen zu können. 35% der Getreidewelternte wird zu Nutztierfutter verarbeitet, um Fleisch und andere tierische Produkte zu gewinnen. Auch Deutschland importiert dazu riesige Mengen Getreide aus Staaten, in den Menschen verhungern. Fleisch und andere tierische Produkte sind jedoch die größten Lebensmittelverschwender und Getreidepreistreiber überhaupt: Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Beim Rind bleiben deutlich über 90 Prozent der Nahrungsenergie auf der Strecke. Mehrfach so viele Menschen können daher mit der gleichen Getreidemenge ernährt werden, wenn statt einem Schweineschnitzel ein Weizen- oder Sojaschnitzel daraus würde. Die hohe Nachfrage der Tierindustrie nach Futter treibt die Getreidepreise in die Höhe, die Armen können sich das Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten. Auch Deutschland treibt den Preis mit: In den ersten sieben Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2007/08 nahmen die Getreideeinfuhren nach Deutschland um 48 Prozent auf 4,5 Millionen Tonnen zu.

Der Konsum von Fleisch und anderen tierische Nahrungsmitteln hat noch weitere globale Folgen: Die Fleisch- und Milchproduktion ist für 18% der Treibhausgasemissionen verantwortlich und erzeugt damit mehr klimaschädliche Gase als der gesamte Verkehr. Für die Herstellung von nur einem Kilo Fleisch werden zudem tausende Liter Wasser benötigt, obwohl gleichzeitig mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Die Gülle der Agrarindustrie sickert außerdem in die Böden und vergiftet unser Grundwasser mit Phosphaten, Nitraten und anderen Giftstoffen.

Unsere politische Forderung lautet: Weg von Subventionierung und ideeller Förderung für tierische Produkte - hin zur Förderung pflanzlicher Kost. Auch jeder Einzelne kann handeln: Jeder kann durch sein eigenes Essverhalten und seine Lebensgewohnheiten dazu beitragen, dass jemand anderes kein Hunger leiden muss. Im Rahmen der Kundgebung wird leckeres veganes Essen angeboten. Ob Weizenburger, Sojagyros oder rein pflanzliche Hotdogs: Wir essen gegen den Welthunger.

Termine weiterer Welthungerdemos werden hier bekannt gegeben.

   
 

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